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GHANA

22.2.2026
Eine neue Grenze, ein neues Land. Seit drei Tagen sind wir nun in Ghana. Der Grenzübertritt war mal wieder sehr angenehm. Sowohl in der Elfenbeinküste, wie in Ghana sehr hilfsbereite Menschen in Uniform. Wir stehen mal wieder an einem Traum Strand. Unsere Reise mutiert so langsam zu einem Strandurlaub. Direkt am Meer lässt es sich gut aushalten. Hier weht immer eine kräftige Brise, welche für Abkühlung sorgt. Die Hoffnung ist jeden Tag aufs Neue, dass der Wind nachts nicht einschläft. Wir haben alle Fenster und die Türe auf, damit auch nachts etwas Kühle in den Duro gelangt. Momentan stehen wir bei Paul, der ein kleines Restaurant mit Strand betreibt. Wir stehen unter Palmen direkt am Meer. Abends essen wir bei Paul und Tagsüber genießen wir das Leben und lesen. Paul ist wahnsinnig nett und hilfsbereit, leider ist sein Restaurant, beziehungsweise die ganze Anlage in die Jahre gekommen und müsste etwas restauriert werden. Hier muss man echt aufpassen, wo man das Auto hinstellt und sich hinsetzt. Die Kokosnüsse sind reif und eine nach der anderen fällt herunter. So ein Teil möchte ich nicht auf den Kopf bekommen oder aufs Auto Dach. Wir haben schon einige Nüsse aufgesägt und das Fleisch gegessen. Die so genannte Kokosnussmilch hat mich geschmacklich bisher nicht überzeugt. Leider ist ein Bad im Atlantik keine Abkühlung mehr. Das Wasser ist viel zu warm dafür. Schade! Hier am Meer in Ghana sowie an der Elfenbeinküste treffen wir nun das erste Mal auf Afrika Fahrer. Bisher verliefen unsere Routen ja ausschließlich im Landesinneren. Dort haben wir in der Tat keine anderen Reisenden getroffen. Die meisten wählen ihre Route entlang dem Atlantik. Dort ist es klimatisch angenehmer und die Straßen sind besser. Auch wir werden in Ghana unsere Reise entlang des Meeres fortsetzen und uns weiterhin schöne Plätze suchen. Nigeria, Kamerun, Republik Kongo und die Demokratische Republik Kongo, werden wir ziemlich zügig und ohne große Aufenthalte durchqueren. Das liegt zum einen an der nicht so stabilen Situation in diesen Ländern und zum anderen wollen wir diese Region bis Mitte April, wegen der dann beginnenden 

Regenzeit, passiert haben.


04.03.2025
Kurz vor der Grenze zu Togo. Wir stehen hier den fünften Tag auf einem schönen Campingplatz. Mal wieder unter Palmen. Direkt am Meer. Eigentlich ist es kein Campingplatz in europäischen Sinne, sondern ein abgetrennter Bereich am Meer. Hier kommen Tagesgäste hin und verbringen den Tag. Es gibt ein Sanitärgebäude mit Toiletten und einer Eimer Dusche.  Eine Strandbar ein kleines Restaurant und schattige Sitzgelegenheiten sind auch vorhanden. Für uns das wichtigste, wir haben hier unsere Ruhe. Wenn wir unterwegs irgendwo übernachten ,haben wir meistens sehr schnell Besuch. Wenn beim Abendessen 20 Kinder oder mehr um uns herumstehen, nicht aufhören zu plappern und zum Teil anfangen zu betteln, kann das schon sehr anstrengend sein. Normale Unterhaltungen auch mit Erwachsenen sind für uns fast nicht möglich. An solch bewachten Plätzen wie hier kommt man besser zur Ruhe. Auf dem Weg hierher haben Clarissa und ich in Cape Town zwei Tage in einem Guesthouse namens Baobab House übernachtet. Das Baobab House wird von einem Verein betrieben, der sich um Kinder, deren Schulbildung und Ausbildung kümmert. Außer dem Guesthouse in Cape Town betreibt der Verein noch eine Farm mit Ausbildungszentrum, Schule und dem Anbau von verschiedenen Früchten. 


Cap Town selbst ist eine alte Kolonialstadt mit einem englischen Sklaven Fort, welches wir besichtigt haben. An der gesamten Küste West Afrikas reiht sich ein ehemaliges Sklaven Fort an das nächste. Überbleibsel und Mahnmal der schändlichen kolonialen Vergangenheit Europas auf dem afrikanischen Kontinent. 


Und dann waren da noch:
1. Mein Laptop, dessen WLAN Empfang plötzlich deaktiviert war und sich nicht mehr aktivieren ließ. Blöd für mich, da ich über diesen auch Banküberweisungen, so wie Steuergeschichten erledigen muss!
2.Magic, Matrix, Alois. Alois brachte uns alle bei dem Visa Antrag für Togo per Internet mal wieder zum Staunen.
Der Visa Antrag selbst, Funktionierte diesmal inklusive Zahlung übers Internet erstaunlich reibungslos.
Doch anschließend hatte Alois keinen Zugriff mehr auf seinen Account. D.h. er konnte sein Visa Antrag beziehungsweise den Status nicht mehr abrufen. Konnte also nicht in Erfahrung bringen, ob der Antrag genehmigt ist. Seine Visa Nummer war auf der Internet Seite der Botschaft unbekannt. Wie er dies gemacht hat, hat er natürlich keinem verraten. Wieder mal die Gelegenheit für eine Extra Tour. Auf nach Accra. Ein Mitarbeiter der Botschaft hatte das Problem dann auch schnell gelöst und Alois wieder Zugriff auf sein Visa. Dieses war inzwischen auch genehmigt. Clarissa und ich waren in der Zwischenzeit auch auf dem Weg nach Accra, weil wir uns dort alle wieder treffen wollten. Wir kontaktierten Alois, der gerade in einer Shopping Mall war und einen Computerladen gefunden hatte, der Reparaturen durchführt. Auch das Problem mit meinem Laptop war schnell erledigt. Für ein Profi kein Problem. Ein paar Tastenkombinationen, Computer ausschalten,wieder hochfahren und schon funktionierte wieder alles. Einfach magic! Für mich wäre das unmöglich gewesen.
Ich gehe nun noch einmal ins Wasser. Hab die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass das Meer vielleicht doch noch etwas Abkühlung verschaffen könnte. morgen geht’s dann weiter nach Togo.

 
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